„New Normal“ – Unsere Arbeitswelt nach der Krise

Eine Begrifflichkeit, die stark durch die Corona-Pandemie geprägt wurde. Aber was ist neu an diesem Normal?

Die Corona-Krise gönnt uns eine kurze Verschnaufpause. Die Lockdowns sind zunächst nur noch eine Erinnerung an eine Zeit voller Einschränkungen. Dem Ganzen weicht eine Art Krisen-Kater. Im Rückblick haben wir viele Herausforderungen bewältigt. Im Privaten wie auch im Geschäftlichen. Neue Strukturen, eine „Stemmeisen“-Digitalisierung in vielen Bereichen. Viel Verzicht, aber auch Beschleunigung. Auch wenn viele Unternehmen den Turbo-Gang einlegen mussten, um den Corona-Auswirkungen gerecht zu werden, haben sie doch im Laufe der vergangenen 18 Monate eine immense Strecke zurückgelegt. Aus der Not heraus wurden ganz neue Arbeitsmodelle geschaffen. Die Zwangs-Modernisierung hat viele Auswirkungen mit sich gebracht: Homeoffice vielerorts, Einführung von Kollaborationstools und -Plattformen, Flexible Arbeitszeitenmodelle. Eine mehr oder weniger unfreiwillige Öffnung vieler Unternehmen in Richtung New Work.

„Zeitgemäß und längst überfällig“ propergiert die Generation Y (=Why), die Fach- und Führungskräfte von morgen, die im War for Talents für Unternehmen so essenziell wichtig sind. Wonach sehnt sich die Nachwuchsgeneration bei der Gestaltung ihrer Arbeit? Und ist New Work eine geeignete Pauschalantwort auf die Anforderungen der Youngsters?

Die klare Antwort auf diese Frage ist „Jein“.

Der Megatrend New Work fand seine Anfänge durch Frithjof Bergmann, der diese alternative Arbeitsmodell als Grundlage seiner Beobachtung der einfachen Lohnarbeit des Kapitalismus aufbaute: Der Fokus der Arbeit sollte verschoben werden. Werte wie Freiheit, Selbstbestimmtheit und Kreativität treten in den Vordergrund. Erinnert Sie an etwas? Richtig! Auf der Maslowschen Bedürfnispyramide soll die nächste Stufe erklommen werden. Wo einst der Beruf ausschließlich zur Sicherung der physiologischen und sicherheitsrelevanten Bedürfnisse erlebt wurde, rücken stetig soziale und individuelle Bedürfnisse in den Vordergrund des täglichen Tuns. Ganz und gar nicht schlimm, sollten die beruflichen Tätigkeiten darüber hinaus in Selbstverwirklichung münden. Die Sinnfrage (=Why) rückt alternativlos in den Vordergrund.

Aber New Work ist mehr als digitalisierte Workflows. Wenn Unternehmen sich an diesem neuen Arbeitsmodell ausrichten möchten, sehen sie sich einem organisatorischen Wandel gegenüber, der eine Änderung der Unternehmens-DNA bedarf. Die Herausforderungen den Changes müssen im Unternehmen gesamtheitlich verstanden, akzeptiert und gelebt werden – „Survival of the fittest“, wie Darwin sagen würde.

Aber wie kommen Unternehmen nun von Old Work zu New Work?

Für eine erfolgreiche New Work-Ausrichtung ist ein individuelles Konzept unabdinglich. Leider – oder zum Glück- gibt es keinen New-Work-Standardanzug von der Stange, das Geschäftsmodell muss vielmehr maßgeschneidert angefertigt werden. Jede Organisation ist mit individuellen Herausforderungen und Bedürfnissen konfrontiert. Dabei ist es zielführend, sich neben den Mitarbeiter:innen und Arbeitsprozessen auch mit den eigenen Kunden, dem Wettbewerb und seinen Produkten oder Dienstleistungen diesbezüglich auseinander zu setzen. Die Änderungen sollten die Unternehmenskultur individuell widerspiegeln. Nur dann kann der Change erfolgreich sein und auf Akzeptanz bei der gesamten Belegschaft führen. Die Änderung der Arbeitswelt ist möglich. Notwendig sind dafür ein realistischer Zeitplan und die authentische Identifikation und Motivation aller Stakeholder.

Gemeinsam entwickeln wir mit Ihnen eine optimale Strategie für den Übergang von Alt zu Neu, vom Ist zum Soll, um eine produktive Arbeitswelt beizubehalten und zu optimieren. Die digitale Transformation ist in Rahmen dessen eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung. Elemente wie Flexibilität, Autonomie und Agilität müssen individuell gestaltet und empathisch umgesetzt werden. Nutzen Sie die Chancen, die Ihnen New Work bietet – gerne beraten wir Sie zu diesem Thema.

Melanie Lammers, 12.10.2021

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Melanie Lammers

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