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Was sich Ihre (potenziellen) Mitarbeitenden wirklich wünschen!

Lesedauer: 5 min

So schaffen Sie es, Mitarbeitende zu halten und neue Kolleg*innen zu gewinnen.

Natürlich könnte ich jetzt damit anfangen, wie tausende vor mir die Gründe für die HR-Krise zu analysieren: wie sehr sich unsere Arbeitswelt gewandelt hat, inwiefern die Corona-Pandemie dafür verantwortlich ist und wie die Gens Z & Alpha dazu beitragen. Da ich Ihnen damit jedoch nichts Neues erzähle, komme ich direkt zu der Frage, die uns aktuell wirklich beschäftigt: Wie schaffen wir es, bestehende Mitarbeitende zu halten und gar neue Kolleg*innen für uns zu gewinnen?

Eine gute und eine schlechte Nachricht.

Zunächst die gute Nachricht: nicht alle wollen ihren Job wechseln. Laut einer aktuellen Studie sind knapp 45 % aller Arbeitnehmer*innen im Alter von 45 – 54 Jahren nicht aktiv auf Jobsuche. Die schlechte Nachricht ist leider die Gleiche (Quelle: Indeed Hiring Lab). Denn einerseits können Sie sich darüber freuen, dass fast die Hälfte Ihrer bestehenden Mitarbeitenden Ihr Unternehmen nicht von sich aus verlassen würde. Andererseits ist es für Sie als Arbeitgeber*in genauso schwer, neue Kolleg*innen in der Altersgruppe und mit der oftmals damit einhergehenden Erfahrung für sich zu gewinnen. Also was tun?

Recruiting mal anders – KI machts möglich.

Eine Möglichkeit ist es, neue Wege zu gehen und uns von den klassischen Recruiting-Kampagnen zu verabschieden, die sich meist nur von anderen abheben wollen. Denn nur weil jemand lauter schreit, ist er noch lange nicht relevant. Aber woher wissen Sie, was Ihre (potenziellen) Arbeitnehmer*innen wirklich interessiert? Welche Werte für sie wichtig sind, für welche Hobbys sie sich interessieren und was ein absolutes No-Go ist? Sie können natürlich eine teure und umfangreiche Marktforschung beauftragen – oder sie gehen neue Wege: Analysieren Sie die Lebenswelt Ihrer (potenziellen) Arbeitnehmer*innen, indem Sie sie von uns durch KI-Technologie digital abbilden lassen. Das ist nicht nur viel schneller, sondern auch viel günstiger. Und es ist eine perfekte Grundlage, Ihr Recruiting so zu gestalten, dass es nicht mehr nur eine Frage des Geschmacks ist.

Was Bewerber*innen wichtig ist, gilt auch für bestehende Mitarbeiter*innen.

Wenn man analysiert, was Bewerber*innen und Mitarbeiter*innen wichtig ist, fällt ein Faktor ins Auge: Während 84 % der Beschäftigten in Deutschland angeben, dass es ihnen wichtig ist, ein Unternehmen zu finden, das sich für ihr Wohlbefinden einsetzt, so planen 86 % der Mitarbeitenden, in den nächsten 12 Monaten an ihrem derzeitigen Arbeitsplatz zu bleiben, wenn sie sich wohl fühlen (Quelle: Forrester im Auftrag von INDEED, Juli 2023). Der Wohlfühlfaktor ist demnach Ihr Ticket-to-heaven, wenn es um Ihre Positionierung als Arbeitgeber*in geht. Es ist demnach auch die Antwort auf die Frage, wie Sie es schaffen, dass (potenzielle) Mitarbeitende sich für Sie als Arbeitgeber*in entscheiden. Angebot vs. Wahrnehmung – Hygienefaktor vs. Motivator

Doch was steckt hinter Wohlbefinden als Motivator? Klassische Themen wie das Gehalt und ein flexibles Arbeitsumfeld wie bspw. die Möglichkeit zum Homeoffice sind in der heutigen Arbeitswelt keine echten Motivatoren mehr – sondern nur noch Hygienefaktoren. Es handelt sich um Basics, die immer mehr Voraussetzung sind, aber nicht ausschlaggebend in der Entscheidung für einen bestimmten Arbeitgebenden. Das Thema Wohlbefinden hingegen stellt nach der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg einen Motivator dar, der über die Grundbedürfnisse der (potenziellen) Mitarbeitenden hinaus geht – und für sie eine höhere Relevanz hat. Damit sind vor allem folgende vier Hauptkriterien gemeint: Sinn, Erfüllung, positiver Stress und Zufriedenheit.

Wohlbefinden kann man messen!

Es bringt Ihnen also gar nichts, allein Ihre Kommunikation zu verändern. Es gilt, das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeitenden aktiv im Blick zu halten und mit passenden Maßnahmen zu fördern – so steigern Sie die Produktivität und schaffen ein Arbeitsklima, das auch nach außen hin attraktiv ist. Denn: Wohlbefinden ist messbar! Aber wie?

Um herauszufinden, was In Ihrem Unternehmen zu mehr Wohlbefinden beiträgt, gibt es verschiedene Ansätze. Sie könnten Ihre Mitarbeitenden beispielsweise einfach fragen. Leichter ist es, sich externe Hilfe zu holen. So können Sie z.B. in einem Workshop herausfinden, ob Sie die richtigen Triebfedern für mehr Wohlbefinden bedienen. Fühlen sich in Ihrem Unternehmen wirklich alle zugehörig – oder können Sie durch die Förderung von Diversität mehr Zufriedenheit und unternehmerische Resilienz schaffen? Welche Rolle spielt Wertschätzung in Ihrem Unternehmen, und wie wird sie zum Ausdruck gebracht? Ein wichtiger Faktor, denn Wertschätzung ist keine Einbahnstraße – wenn sich Mitarbeitende wertgeschätzt fühlen, verhalten sie sich auch Ihnen gegenüber wertschätzender und loyaler. Wie ist der Umgang mit Stress, und gibt es Möglichkeiten, Negativ-Stress in Positiv-Stress umzuwandeln und dadurch die Motivation zu steigern?

Fazit

Wie auch immer Ihre Mitarbeitenden Wohlbefinden definieren oder interpretieren, machen Sie das Wohlbefinden Ihrer Belegschaft zu einer Priorität und messen Sie sie. Nur dann gewinnen Sie auch neue Mitarbeitende für sich und erhöhen obendrein die Produktivität Ihres Unternehmens.

Vanessa Salomon
Vanessa Salomon
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